Porcellio laevis „Dairy Cow“ – Haltung, Pflege, Herkunft & Tipps
Die Asselart Porcellio laevis „Dairy Cow“ gehört zu den beliebtesten Isopoden in der Terraristik. Durch ihre auffällige schwarz-weiße Zeichnung erinnert sie optisch an eine kleine Kuh – daher auch der Name „Dairy Cow“.
Neben ihrem außergewöhnlichen Aussehen überzeugen diese Asseln vor allem durch ihre robuste Haltung, schnelle Vermehrung und ihre hohe Aktivität. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Halter schätzen Dairy Cow Asseln als pflegeleichte Art für bioaktive Terrarien oder reine Asselboxen.
Herkunft und natürliches Vorkommen
Die Stammform Porcellio laevis stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und kommt heute in vielen Teilen Europas sowie weltweit in warmen und feuchten Regionen vor.
In der Natur leben diese Landasseln hauptsächlich:
- unter Laub
- unter Totholz
- in feuchten Waldböden
- unter Steinen
- in humusreichen Böden
Die Farbform „Dairy Cow“ selbst kommt so nicht natürlich vor, sondern wurde gezielt weitergezüchtet.
Haltung von Dairy Cow Asseln
Die Haltung von Dairy Cow Asseln gilt als unkompliziert und eignet sich daher hervorragend für Anfänger.
Geeignete Behälter
Für die Haltung eignen sich unter anderem:
- Kunststoffboxen
- Faunaboxen
- kleine Terrarien
- Isopodenboxen
Wichtig ist eine ausreichende Belüftung, damit sich keine Staunässe bildet. Bereits kleine Gruppen lassen sich problemlos in Behältern ab etwa 5–10 Litern halten.
Das ideale Substrat
Dairy Cow Asseln benötigen ein nährstoffreiches und dauerhaft leicht feuchtes Substrat.
Bewährt hat sich eine Mischung aus:
- weißfaulem Holz
- Laubhumus
- Laub
- Moos
- Kalkquellen
Das Substrat sollte mindestens 5–8 cm hoch eingebracht werden. Zusätzlich sind Calciumquellen wie Sepiaschale oder zerstoßene Eierschalen sehr wichtig für einen gesunden Panzeraufbau.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Optimale Temperatur
Die ideale Temperatur liegt zwischen 20 °C und 26 °C. Kurzzeitig werden auch niedrigere Temperaturen toleriert.
Luftfeuchtigkeit
Dairy Cow Asseln mögen eine eher feuchte Umgebung, allerdings sollte immer auch ein trockener Bereich vorhanden sein.
- eine feuchte Seite
- eine trockene Seite
Dadurch können die Tiere selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten möchten. Staunässe sollte vermieden werden.
Ernährung von Dairy Cow Asseln
Porcellio laevis „Dairy Cow“ gilt als besonders futterfreudig.
- braunes Laub
- weißfaules Holz
- Gemüse
- Blüten
- Moos
- Fischfutter
- Proteinfutter
- Gurke
- Zucchini
- Karotte
Im Vergleich zu vielen anderen Asselarten besitzen Dairy Cows einen höheren Proteinbedarf. Deshalb sollte regelmäßig proteinhaltiges Futter angeboten werden.
Verhalten und Aktivität
- sehr aktiv
- robust
- pflegeleicht
- gute Vermehrungsrate
- ideal für Anfänger
Vermehrung von Dairy Cow Asseln
Unter guten Bedingungen vermehren sich Dairy Cow Asseln sehr schnell. Für eine stabile Vermehrung sind ausreichend Calcium, genügend Protein und konstante Feuchtigkeit besonders wichtig.
Dairy Cow Asseln im bioaktiven Terrarium
Viele Terrarianer nutzen Dairy Cow Asseln als sogenannte Cleanup Crew.
- organische Reste verwerten
- Schimmel reduzieren
- Kot abbauen
- das Bodenleben verbessern
Häufige Fehler bei der Haltung
Zu trocken
Eine dauerhaft zu trockene Haltung kann Probleme bei der Häutung verursachen.
Zu nass
Staunässe fördert Schimmelbildung und schlechte Bedingungen.
Zu wenig Calcium
Calcium ist wichtig für einen gesunden Panzeraufbau.
Zu wenig Protein
Dairy Cow Asseln benötigen regelmäßig proteinhaltiges Futter.
Fazit
Porcellio laevis „Dairy Cow“ gehört nicht ohne Grund zu den beliebtesten Asselarten in der Terraristik.
Die Kombination aus auffälliger Zeichnung, einfacher Haltung, hoher Aktivität und unkomplizierter Pflege macht Dairy Cow Asseln zur idealen Wahl für Anfänger und erfahrene Halter.